Leistung im Blick

Der Landesverband rief und wir machten uns auf nach Darmstadt. Verbandstrainer Uwe Zocholl wollte sich einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der U15 und U17 in Hessen machen. Und von der ZG boten sich Jan Drescher in der U15 sowie Karol Cebula und Johann Vogt für die U17 und bei den Mädels Annika Peter und Sophie Schwiefert durch prima Trainingsleistungen an. 

Dank des Busses von der Sportkreisjugend klappte die Reise in den Süden bestens. Und da der Tross frühzeitig vor Ort war, ging es vorher noch intensiv auf das Diatest-Velodrom. Dort konnten Johann, Annika und Jan erste Bahnluft schnuppern und dank Enrico Langer von der SSG Bensheim klappte das Zusammenfahren im Rund schon nach kurzer Zeit. 

Der Step-Test

Ein Buzzword für die Messung der Leistungsfähigkeit von Ausdauersportlern ist seit langem »VO2max«, also wie viele Milliliter an Sauerstoff der Körper bei Ausbelastung pro Minute und Kilogramm Körpergewicht verwerten kann. Mit Hilfe der Auswertungen des Step-Tests kann man mittlerweile ohne großen Versuchsaufbau einer Spiroergometrie sehr genau diesen Wert bestimmen. Auch wenn klar ist, dass dieser Wert nur einer unter mehreren ist und für die Beurteilung einer tatsächlichen Ausdauerfähigkeit letztlich weitaus mehr Faktoren betrachtete werden müssen, hat dieses Verfahren doch erhebliche Vorteile. So kann der Test mit geringsten Mitteln und quasi ohne Kosten durchgeführt werden. Dadurch sind die Sportler selbst in der Lage ihre Entwicklungen über eine Saison regelmäßig zu überprüfen. 

Schweißtreibend

Zwei Smart-Trainer standen für die Tests zur Auswahl und wurden an die jeweiligen Räder der SportlerInnen angepasst. Vorher noch zum Warmfahren auf die freie Rolle und dann ging es los. Stufe für Stufe mussten mehr Watt aufgebracht werden. Das sorgte schon schnell für eine flache Atmung und steigende Pulswerte. Alle 5 in Gelb-Blau gaben alles und kämpften sich durch. Prima gemacht. Applaus. Im Anschluss konnten sich auch unser Nachwuchstrainer Roman und Verbandstrainer Uwe zum ersten Mal sehen und miteinander reden. Vorher gab es noch keine Möglichkeit und schließlich soll es ja zu einem durchgehenden Austausch von Informationen von Nord nach Süd und umgekehrt kommen. Denn das vereinsübergreifende Ziel solcher Aktionen ist klar: Leistungsstarken, sowie -bereiten Sportlerinnen und Sportlern die Chance geben, im Landeskader zu fahren und sich dort weiter zu entwickeln. Dabei stehen für Roman und die ZG aber immer noch der Spaß und die Eigenmotivation im Fokus. Wir wollen im Norden die Voraussetzungen schaffen, dass die SportlerInnen ihr Bestes geben können; wie viel das ist und für was es letztlich reichen wird, das hat jede(r) selbst in den Beinen. Kein Stress. 

Auf der Straße

Nachdem nun die theoretischen Werte ermittelt wurden, heißt es, diese in die Praxis umzusetzen. Dafür werden wir in wenigen Wochen ein Zeitfahrtraining bei uns im Norden organisieren und dann heißt es für die südlichen Vereine: Ab auf die Reise nach Nordhessen. Wir sind gespannt.