DTour 2019

Vier Etappen auf hohem Radsportniveau, die DTour 2019 hatte was und wird sicher dem Radsport in Deutschland eine große Hilfe sein. Schließlich färbt der Profisport immer auch in den Amateur- und Breitensport ab. Wir hatten “unseren” Streckenabschnitt in Espenau-Hohenkirchen gewählt. Hier, wo wir die 3 Tage ohne Panne immer Sonntags mit einem Straßenrennen ausklingen lassen, kennen wir uns schließlich am besten aus. Und was gibt es schöneres, als die Profis mal über unsere Zielgerade schießen zu lassen? Hat uns Spaß gemacht.

Kriterium? Ja, bitte!

Wenn ein Kriterium ruft, dann ist das für unsere Jungs und Mädels wie ein Heimspiel, schließlich üben wir das ja immer Mittwochs beim Rohloff-Cup. Und so machten sich Karol in der U15 und Jasmin in der Frauen Elite auf in Richtung Südhessen nach Bad Homburg.

In der U15 war Louis Leidert am Start, und so war im Prinzip schon vorher klar, wer das Rennen gewinnen würde; auch für Karol. Daher war cleveres Fahren für ihn angesagt. Und so ließ er den beiden Fahrern aus Fulda gerne die Prämien, um dann in drei Wertungssprints zu punkten. Das zahlte sich aus. Platz 2 vor den beiden starken Fuldaern, exzellent gemacht.

Und Jasmin? Die hatte eine mächtige Konkurrenz. So standen Lea Teutenberg und Kathrin Hammes vom WNT-Rotor Pro Cycling Team am Start. Bangemacher aber zählte nicht für Jasmin und so fuhr sie 10 Punkte ein und landete hinter den beiden Profis auf dem gigantischen 3. Platz. Was eine formidable Leistung.

Durch die Vereinsbrille

Schreiben ist schön, Videos sind es auch. Roman wird sich immer mal wieder vor der Kamera versuchen, um euch über ZG-Themen zu informieren. In dieser ersten Ausgabe geht es um den sportlichen Teil der ZG-Fahrerinnen und Fahrer während der dritten Ausgabe von “3 Tage ohne Panne”.

Black Hole Sun

Remko Bornmann hatte zum Bikefitting geladen. Das durften wir uns nicht entgehen lassen. Also hin zum Sponsor nach Ladenschluss und das Zaubergerät von idmatch angeworfen. Aber zuerst Schuhe und Schuhplatten checken und anpassen und die aktuelle Radposition ausmessen. Dann Einlass in den Prunksaal von ciclib.de. Hände weg von den heißen Rennern an der Wand und rauf auf die 3D-Mess- und Regelmaschine.

Nach etwa 15 Minuten pro Fahrer ist jeder schlauer. Nicht nur die Position wird korrigiert, auch die Wahl des Sattels kommt bei einigen plötzlich mit ins Spiel. Noch während des Messvorgangs werden erste Änderungen am Ausgangsrad gemacht und am Ende sitzt man neu. Das hat sich mehr als gelohnt. Tausend Dank an Radsport Bornmann für diese Unterstützung. Unser Fazit: Räder kannst du überall kaufen, aber richtig gut wird’s erst dann, wenn du richtig sitzt. 

Wir sind auf Kurs

Die Jahreshauptversammlung der Zweirad-Gemeinschaft Kassel am 1. März hat gezeigt, dass unser Verein sich nicht nur gerade in einem guten Fahrwasser befindet, sondern auch fit für die Zukunft ist. Grundlage für jede gute Vereinsarbeit sind solide Finanzen. Und die konnte Hans-Peter Conrad vermelden. Dank der Steigerung der Mitgliederzahlen, dem unglaublichen Engagement unserer Sponsoren und enormen 24 Veranstaltungen in 2018, die allesamt die finanziellen Ziele übererfüllten, können wir weiter investieren. Und dies werden wir wie in den vergangenen Jahren verstärkt in den Nachwuchs tun, aber auch die Erwachsenen Fahrerinnen und Fahrer profitieren von anteiliger Fahrtgeld- und voller Startgeldübernahme sowie außerordentlich günstigen Trikots, Hosen und Jacken im ZG-Look. 

Ebenfalls nur positive Nachrichten konnte unser Verein im Rennsport in 2018 produzieren. Angefangen mit extrem starken Leistungen von Laurens Höhle in der U17 auf der Straße und Maurice Gautier im MTB-Bereich der U15 über die zahlenmäßig starke U23-Mannschaft, bis zu Top-Leistungen der Masters wie Jürgen Klinger im Cross oder Axel Herbrich beim Extrem-MTB haben wir ein sportlich hervorragendes Jahr abschließen können. Aber: Nicht nur Podestplätze spielen bei uns eine Rolle, wir freuen uns über jeden, der in unseren Farben seinen Spaß auf dem Rad haben möchte. Denn, so Rainer Jacob, Meister-Planer und Jugendwart, wir führen das schöne Wort »Gemeinschaft« in unserem Vereinsnamen. Und das gilt es immer mit Leben zu füllen. Schon deshalb gebührt all denen ein großer Dank für 2018, die uns abseits der Rennstrecken so fleißig unterstützt haben. 

Ein lachendes – aber auch ein weinendes – Auge dagegen bei unserer RTF-Sparte. Die 36. Reinhardswaldrundfahrt war eine der bestbesuchten RTFs im ganzen Bezirk, aber die Anzahl der ZG-Fahrer unter den RTF-Freunden sinkt seit langem. Das ist keine gute Entwicklung, sind es doch zu allerst unsere eigenen Fahrer, für die Udo Schäfer und das Team so viel Herzblut investiert. Es wird höchste Zeit, dass wir daran etwas ändern. In 2019 haben wir uns daher vorgenommen, im Breitensportbereich wesentlich aktiver zu werden. Ganz konkrete Ideen gibt es bereits, wir werden alle informieren, wenn wir alles wasserdicht durchgeplant haben. Klar ist: Der Erfolg wird nicht sofort eintreten, aber er wird kommen. 

Es wurde auch gewählt. Und hier zeigte sich, dass die Zukunft schon begonnen hat. Mit besonderer Freude haben Bernd Hesse als 1. Vorsitzender und Werner Mogge als 2. Vorsitzender sich ein letztes Mal für zwei weitere Jahre bestätigen lassen. Mehr als gut für unseren Verein, können wir doch auf die immense Erfahrung der beiden auf keinen Fall verzichten. Auch Hans-Peter Conrad fährt eine letzte Runde im Wind, wird aber schon weit vor der Zielgeraden Holger Wiegmann so gut in Position gefahren haben, dass dieser locker ins Ziel sprinten kann. Last but not least, der letzte Vorstandsposten, der Schriftführer. Hier wurde es vor wenigen Tagen kurzfristig turbulent, aber auch das haben wir als Verein bravourös aufgefangen. Mit Samuel Brachmann haben wir nun – neben Holger – das zweite Vorstandsmitglied der nächsten Generation am Start. Exzellent. Ebenso schön: Auch der für dieses Jahr vakante Kassenprüferposten konnte innerhalb kürzester Zeit besetzt werden. Unser Dank geht an Berit Schwiefert. 

Immer wichtiger wird es für alle Vereine, bestens ausgebildete Funktionsträger im Verein zu haben. Neben Roman Völker, der dies für den Nachwuchs bereits seit einiger Zeit umsetzt, ist nun auch Sebastian Hesse als in den kommenden Tagen frischgebackener C-Schein-Inhaber ein neuer wichtiger Ansprechpartner für unsere Fahrerinnen und Fahrer aber der U23. An dieser Stelle werden wir weiter arbeiten, um noch mehr ZGler zu qualifizieren. Übrigens gehören dazu auch die Kommissäre. Fabian Iske hat sich bereit erklärt, einer der neuen Chefs am Streckenrand zu werden (eigentlich ist er das ja schon lange als Meister der Technik) und er wird sicher nicht alleine zum Start des Lehrgangs fahren müssen. 

Und sonst in 2019? Auch in diesem Jahr haben wir uns vorgenommen, alle 24 Veranstaltungen souverän und sicher durchzuführen. Von unseren Fahrerinnen und Fahrern erwarten wir dabei nicht weniger als: macht euch nicht zu viel Druck, habt Spaß, genießt die Rennen, die RTFs, die Jedermannevents und bleibt gesund. Was dann dabei rumkommt? Das wird sich zeigen. Wir als ZG Kassel jedenfalls finden jede einzelne und jeden einzelnen von euch erstklassig. 

Harte Arbeit

Nach dem zweiten langen Trainingswochenende ist jetzt erstmal wieder ein wenig Ruhe für unsere Jungs und Mädels angesagt. Wie haben sehr viele Kranke aktuell, die Grippewelle hat glatt noch mal zugeschlagen und Erkältung läuft leider momentan auch sehr gut. Dass dennoch gute Anwesensheitszahlen über das Wochenende erreicht wurden freut uns daher umso mehr.

Am Donnerstag zeigte sich in der Athletiküberprüfung, dass unsere »Großen« gleichbleibend fit sind und die »Kleinen« sich prima steigern konnten im Vergleich zu vor zwei Wochen. Interessant könnte der 10. März für Maurice, Sophie und Jan werden, wenn der Athletikwettkampf der Hessen in Korbach ansteht. Der freitägliche »Night-Ride« machte dann den gemeinsamen Auftakt, bevor es Samstag und Sonntag wieder in Gruppenteilung des Nachwuchses mit Roman und den Erwachsenen ging. Fabian leitete die Gruppe am Samstag und Holger am Sonntag. Danke für den tollen Einsatz. 

Fazit

Solche 4-tägigen Trainingswochenenden sind natürlich was ganz anderes als etwa unsere vergangenen Trainingslager auf Mallorca oder auch im letzten Jahr auf dem Sensenstein. Je näher man an Zuhause ist, desto mehr Ablenkung vom eigentlichen Trainings gibt es auch und umso leichter sagt sich der ein oder andere: »Lass heute mal gut sein, übermorgen ist auch noch ein Tag.« Daher hat ein Trainingslager in einer entfernten Location einige Vorteile. Dann aber muss man sich an Ferientermine halten, die gerade in diesem Jahr nicht besonders vorteilhaft für eine gute Vorbereitung sind – der größte und der entscheidende Nachteil. Insgesamt waren die 8 Tage sehr erfreulich und Rainer und Roman denken, dass die richtigen Impulse gesetzt wurden. Wem jetzt noch die Vorbereitungskörner fehlen, der weiß nun, was zu tun ist. Die ersten Rennen werden es zeigen. Los geht’s am 10. März.