Eine Hochzeit und kein Todesfall

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Eine Hochzeit und kein Todesfall

Juni 2, 2019 Rennsport 0

Jasmin und André waren auf Party-Tour. Nur eben so, wie das bei typischen Rad-Aficionados läuft – ein Rennen schon in die Anfahrt zum eigentlichen Anlass einbauen und noch eines auf der Tour zurück. Und so wurde die Ladung zu einer Hochzeit in Ansbach zu einer Süd-Radtour. Los ging’s schon am Donnerstag beim Kriterium „Rund um die Nachweide“ in Neustadt an der Weinstraße. 13 Frauen am Start und Jasmin mittendrin. Clever von ihr: Solch eine Reise ist immer mit Kosten verbunden, schnappt man sich einfach das Spritgeld; die Konzentration auf die Prämiensprints entpuppten sich als exzellente Idee. Gleich drei konnte sie gewinnen und am Ende sogar einen hervorragenden fünften Platz einfahren. Applaus, Applaus.

André hatte es mit einem mächtigen Feld aus etwa 100 Fahrern der U19 und der Amateure zu tun. Und auch er zeigte Cleverness: „Das hohe Renntempo war nicht das Problem. Nur das Fahren in diesem riesigen, hypernervösen Feld war nicht dass, was ich mir mit dem gerade verheiltem Schlüsselbein vorgestellt habe“. Und so wurde es nach der Hälfte des Rennens eine kleine Ausfahrrunde durch die Pfälzer Weinberge für André. Wir meinen: Genau die richtige Entscheidung. Reicht auch mal mit Sturz- und Verletzungsalarm.

Als After-Party-Race stand dann am Sonntag direkt in Ansbach die offene Bayerische Kriteriumsmeisterschaft auf dem Programm. Jasmin war mit den U17ern auf der Strecke: »Eine lange Partynacht in den Beinen – keine idealen sportlichen Voraussetzung, um bei dem von der U17 diktierten Tempo mitzufahren. Daher konnte ich bei keiner der Wertungen eingreifen.« Aber auch hier stand am Ende des Tages erneut ein prima 5. Platz auf dem Papier. André dagegen konnte in seiner langen Radsportkarriere bereits Erfahrungen mit zahlreichen Party-Rennkombinationen sammeln und verzichtete präventiv auf einen Start.

Fazit: Auch im Süden Deutschlands wurden die Gelb-Blauen Farben vorzüglich vertreten.