Frauenpower

Der 4. Lauf des Rohloff-Cups wurde von Stefanie Paul von Stevens Racing sowie Jasmin Corso von der ZG Kassel dominiert. Beide zogen vom Start weg unwiderstehlich davon und überrundeten so das komplette Feld der Elite Frauen und Senioren 4. Bei den Senioren 4 überzeugte Uwe Hecht von Le Masters mit seinem Sieg. Die weibliche U19 gewann Freya Glenewinkel von der RSG Hannover. In der U15 dominierte erneut Julian Kadrispahic von Froh Fulda und den Sieg in der U13 sicherte sich Rainer Gehle von der Tuspo Weende. 

Der Abend des 4. Rennens im Rohloff-Cup 2021 auf dem Verkehrsübungsplatz begann schnell. Mit einer halben Runde Vorgabe gingen das Feld der Elite Frauen sowie die Juniorinnen auf die an diesem Abend längste Strecke. Im Anschluss starteten die Senioren 4 sowie mit etwas Abstand die U15 und U13. Schon mit Beginn der zweiten Runde machte Stefanie Paul ernst und zog das Tempo an. Einzig Jasmin Corso konnte folgen. Beide Frauen wechselten sich in der Führungsarbeit in den weiteren Runden ab und so wurden die Senioren 4 gestellt, die ihrerseits in das Feld der Frauen auffuhr. In Anbetracht der immer noch wenigen ausgeschriebenen Rennen ein Glücksfall für diejenigen, die noch über weniger Rennerfahrung verfügten – perfekt, um das Fahren in einer großen Gruppe zu erfahren. 

Die ersten beiden Plätze waren damit bei den Frauen vergeben, jetzt wurde es bei den Senioren 4 interessant. Immer wieder gab es Attacken aus dem Feld, dabei konnte sich aber keiner der starken Senioren wirklich absetzen. Ausgezeichnete Tempoarbeit im Feld machten etwa Martin Diederichs von der RSC Weimar-Ahnatal oder Mario Voland vom Dresdener SC 1898. Insgesamt einigte man sich unabgesprochen im letzten Renndrittel auf ein Tempo, das alle mitgehen konnten. Die erste Entscheidung im Feld stand dann für die Senioren 4 an. Während sich Frauen und Juniorinnen in den letzten beiden Runden vorbildlich zurückfallen ließen, konnten die Senioren ihre Plätze ungehindert ausfahren. Eindeutig die Sprintabstände im Ziel: Uwe Hecht siegte vor Marco Grossegger vom Adam Donner Racing Team und Hans Peter Grüning vom RSC Wernigerode.

10 Runden später die Sprintentscheidung der Frauen. Stefanie Paul setzte sich gegenüber Jasmin Corso durch. Auf Platz 3 sprintete Christina Lechner von der MT Melsungen. Bei den Juniorinnen hatte Freya Glenewinkel klar die Nase vorn vor Annika Peter von der ZG Kassel.

Und was machten die U15 und U13? Diese verlebten meistenteils einen eher ruhigeren Rennabend. Zum einen hielten sie sich strickt zurück, um nicht ebenfalls in das große Feld der Senioren und Frauen zu fahren. Zum anderen versuchte zwar Julian Kadrispahic immer wieder Attacken, Leopold Beirig aber vom TSV Schotten war clever genug, diese nur zu kontern und nicht aktiv mitzufahren – im Sprint versprach er sich gegen Kadrispahic mehr. So bummelte man weite Teile des Rennens  dem Ziel entgegen und ließ es auf einen finalen Sprint ankommen. Bei diesem wäre die Idee von Beirig fast aufgegangen, aber Kadrispahic wehrte den Angriff knapp ab und gewann verdient. Eine gute Leistung zeigte Hannah John von der Tuspo Weende, die locker im Feld der Jungs mitfahren konnte. Die U13 war dann eine klare Angelegenheit von Rainer Gehle von der Tuspo Weende. Er setzte sich gegen Anton Paul und Theodor Hohmann von der RSG Hannover durch. 

Fazit

Ein schöner Rennabend mit vielen getrennten Wertungen und Feldern, die sich bestens an die Vorgaben des Veranstalters hielten. Die Zweirad-Gemeinschaft Kassel bedankt sich bei den vielen Aktiven und den tollen Zuspruch. Das sollte für andere Vereine Motivation sein, ihre Rennen nicht abzusagen, sondern die Angebote im Idealfall noch auszubauen. Das alles geht trotz und mit Corona-Auflagen. Eine Rennsaison besteht nicht nur aus Landesverbandsmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften, sondern lebt gerade von den vielen kleineren und mittelgroßen Rennen. Alle gemeinsam bilden die Basis für Quantität und Qualität der RadsportlerInnen. Auf geht’s, ihr anderen Vereine, packen wir es an. Fahren wir unsere Veranstaltungen hoch. 

Ergebnisse

Elite Frauen

1. Stefanie Paul, Stevens Racing; 2. Jasmin Corso, ZG Kassel; 3. Christina Lechner; 4. Jana Bühn, beide MT Melsungen; 5. Magdalena Röhrig, RSG Hannover; 6. Kristina Schalk, MT Melsungen; 7. Svenja Schlimme; 8. Guiliana Ebel, beide RSG Hannover

U19 w

1. Freya Glenewinkel, RSG Hannover; 2. Annika Peter, ZG Kassel

Senioren 4

1. Uwe Hecht, Le Masters; 2. Marco Grossegger, Adam Donner RT; 3. Hans Peter Grüning, RSC Wernigerode; 4. Jürgen Fromberg, RSV Gütersloh; 5. Jörg Hein, RSG Hannover; 6. Michael Donner, Adam Donner RT; 7. Mario Voland, Dresdener SC 1898; 8. Walter Backhausen, RV Concordia Hannover; 9. Peter Dercken, RSC Werne; 10. Bodo Peter, RSC Fuldabrück; 11. Klaus Jesse, RSV Rückenwind Mannheim; 12. Norbert Dunschen, Sturmvogel Ahrweiler; 13. Manfred Wenzel, RV Hochheim; 14 Kurt Werheit, RV Blitz Spich; 15. Heiko Heuser, HRC Hannover; 16. Martin Diederichs, RSC Weimar-Ahnatal; 17. Hans Jürgen Ludwig, RSC Fuldabrück; 18. Claus Siemon, Adam Donner RT; 19. Gary Weir, RSG Riedberg; 20. Bernd Schmelz, KSV Baunatal

U15

1. Julian Kadrispahic, RSV Froh Fulda; 2. Leopold Beirig, TSV Schotten; 3. Kai Tittel, RSC Wernigerode; 4. Joshua Sandrock, MT Melsungen; 5. Maximilian von Amsberg, Blau-Gelb Langenhagen; 6 Lunis Govers; 7. Hannah John, beide Tuspo Weende, 8. Joel Coors, RSG Hannover

U13

1. Rainer Gehle, Tuspo Weende; 2. Anton Paul; 3. Theodor Hohmann, beide RSG Hannover

Eisenbahn & Co.

Zum ersten Rennen im Rohloff-Cup 2021 der Senioren 4, Elite Frauen, der weiblichen U19 sowie der Klassen U15 und U13 kam es am Mittwoch, 30. Juni. Dabei zeigte sich, dass jede Menge Lust auf Radsport gemeinsam mit der richtigen Mischung aus alt und jung einen schnellen Tempo-Zug erzeugen kann.

Über die längste Renndistanz an diesem Abend durften sich die Elite Frauen und die weibliche U19 freuen. Den vier Nordhessinnen Jasmin Corso, Nicole Henne-Fischer und Annika Peter von der ZG Kassel sowie Christina Lechner von der MT Melsungen standen die geballte Frauenpower von Stephanie Paul von Stevens Racing, den beiden Jährig-Schwestern vom RC Zugvogel Berlin sowie Freya Glenewinkel vom RSC Hannover gegenüber. Und so ging es vom Start weg mit viel Druck in die ersten Wertungssprints. Nach diesen startete zusätzlich das Feld der Senioren 4 und mit weiterem Abstand die Nachwuchsklassen. 

Gleich fünf Starter vom Adam Donner Racing Team plus starke Fahrer wie Bernd Schmelz vom KSV Baunatal, Dieter Vorbeck von RC Adler Köln und Jürgen Fromberg vom RSV Gütersloh zogen von Anfang an das Tempo bei den Senioren 4 an. Mit Claus Siemon, Martin Diederichs vom RSC Weimar Ahnatal sowie den beiden RSC Fuldabrückern Bodo Peter und Hans-Jürgen Ludwig waren weitere Nordhessen vertreten. Der Zusammenschluss der Elite Frauen mit den Senioren-Fahrern erzeugte zusätzlichen Druck. Besonders die beiden Berlinerinnen zogen unmissverständlich das Tempo an und die Senioren freuten sich über so viel Speed und zogen mit. 

Nicht für alle war das harte Anfangstempo gut. So fiel Nicole Henne-Fischer zuerst bei den Frauen ab, zeigte bei ihrem ersten Lizenzrennen überhaupt aber enormen Einsatzwillen. Nach der ersten Rennhälfte erwischte es dann auch mit Lechner die Fahrerin aus Melsungen während Paul, Corso und Jährig-Schwestern sich um die Tempoarbeit bemühten. Annika Peter und Freya Glenewinkel vom RSC Hannover bildeten lange Zeit ein Duo am Ende des Feldes; letztlich musste Peter ihrer verletzungsbedingt geringeren Trainingsintensität Tribut zollen, kämpfte sich aber ins Ziel. 

Als dritte mit im Bunde der Tempobolzer zeigte sich die auf 22 Runden fahrende U15 mit einem exzellent aufgelegten Julian Kadrispahic vom RSV Froh Fulda. Gemeinsam mit Leopold Beirig vom TGV Schotten sowie Maximilian von Amberg vom RC Blau-Gelb Langenhagen machten auch sie jede Menge Druck. In diesem U15-Feld konnte Joshua Sandrock von der MT Melsungen lange Zeit gut mithalten und auch Bosse Niemetz von der ZG Kassel zeigte in seinem ersten Radrennen überhaupt, dass er mehr als die Hälfte der Distanz bereits in dem harten Renntempo mitgehen kann. Im Finale setzte sich Kadrispahic vor Beirig, von Amsberg und Kai Tittel vom RSC Wernigerode durch. 

Sehr guter Radsport auch in dem kleinen Feld der U13. Mit viel Enthusiasmus und Spaß am Sport gingen die beiden Hannoveraner Theodor Homann und Anton Paul zusammen mit Rainer Gehle von der Tuspo Weende an den Start. Nach 18 Runden gewann Gehle vor Paul und Homann das U13-Rennen. Im Anschluss sprintete die U15 um den Sieg, ehe die Senioren 4 auf die Zielgerade einbogen. Eindeutig war der Sieg für Fromberg aus Gütersloh vor Vorbeck aus Köln. Danach war ein kurzer Blick auf den Zielfilm nötig. Grossegger vom Donner Racing Team setzte sich gegen Schmelz aus Baunatal durch – eine knappe und sportlich schöne Sprintentscheidung. 

Schließlich die letzten Runden der Frauen und diese auch noch im nun immer stärker einsetzenden Regen. Fabienne Jährig setzte noch einmal Stephanie Paul und Jasmin Corso mächtig im Finalsprint zu. Die EM-Dritte in der U19-Mannschaftsverfolgung aus 2020 siegte vor ihrer Schwester Elena und Glenewinkel in der weiblichen U19. Bei den Frauen war der Zweikampf zwischen Paul und Corso erwartet worden, hier setzt sich Paul vor Corso, Lechner und Henne-Fischer durch. 

Die Ergebnisse

Elite Frauen

1. S. Paul, Stevens Racing; 2. J. Corso, ZG Kassel; 3. C. Lechner MT Melsungen; 4. N. Henne-Fischer, ZG Kassel

U19 w

1. F.Jährig; 2. E. Jährig, beide RC Zugvogel Berlin; 3. F. Glenewinkel, RSC Hannover; 4. A. Peter, ZG Kassel

Senioren 4

1. J. Fromberg, RSV Gütersloh; 2. U. Vorbeck, RC Adler-Köln; 3. M. Grossegger Adam Donner RT; 4. B.Schmelz, KSV Baunatal; 5. J. Hein, RSG Hannover; 6. M. Donner; 7. W. Fürtig, beide Adam Donner RT; 8. K. Jesse, RSV Rückenwind Mannheim; 9. R. Hedtmann, Adam Donner RT; 10. H. Heuser, HRC Hannover; 11. B. Peter, RSC Fuldabrück; 12. M. Voland, Dresdener RC; 13. H.J. Ludwig,  RSC Fuldabrück; 14. K. Werheit, RV Blitz Spich; 15. C. Siemon Adam Donner RT; 16. G. Weir, RSG Riedberg; 17. M. Diederichs, RSC Weimar-Ahnatal; 18. M. Eckhardt, RSC Betzdorf

U15

1. J. Kadrispahic, RSV froh Fulda; 2. L. Beirig, TSV Schotten; 3. M. von Amsberg, Blau-Gelb Langenhagen; 4. K. Tittel, RSC Wernigerode; 5. J. Sandrock, MT Melsungen; 6. L. Govers, Tuspo Weende; 7. B. Niemetz, ZG Kassel; 8 . J. Coors, RSG Hannover

U13

1. R. Gehle, Tuspo Weende; 2. A. Paul; 3. T. Hohmann, beide RSG Hannover

Schwerstarbeit bei den Deutschen

Die Deutschen Meisterschaften Straße am 23.08. hatten es in sich – der Kurs auf dem Sachsenring glänzte als echte »Berg-und-Talbahn«. Was für Rennwagen noch leicht zu bewältigen ist, war für die Fahrerinnen um Jasmin auf 100 Kilometern Renndistanz eine Großaufgabe – mehr als 2.000 Höhenmeter standen am Ende auf den Radcomputern. 

Die ersten 20 Runden auf dem etwa 3.7 Kilometer langen Kurs liefen in schnellem Renntempo, allerdings noch ohne größere Attacken von ganzen Gruppe. Lediglich einzelne Fahrerinnen versuchten ihr Glück in der Flucht nach vorn. Dennoch zeigte sich bereits hier die Härte des Kurses, eine Fahrerin nach der anderen musste das Rennen aufgeben.

Viel Arbeit leisteten die hessischen Fahrerinnen der RSG Gießen, bis dann die letzten 5 Runden das Zeichen für die Profis war, ernst zu machen. Jetzt wurden massive Attacken gefahren und die Hatz auf die flüchtigen Führenden startete. Jasmin konnte die ersten Attacken noch mitgehen, und fand sich dann in einer 4-er-Gruppe wieder, die am Ende 3 Minuten hinter der neuen Deutschen Meisterin Lisa Brennauer vom Profiteam Ceratizit-WNT ankam. Mit Platz 32 ein toller Erfolg der schnellste Nordhessin auf zwei Rädern und ihrem gesamten Wheel Divas-Team

Eine Wheel Diva in Polen

Ein UCI-Rennen war angesagt – endlich einmal wieder. Dieses Mal ging es nach Golub-Dobrzyn in Polen. Am Freitag habe ich morgens noch gearbeitet, bevor es mit dem Zug nach Berlin ging. Statt also einer kleinen Vorbelastung auf dem Rad, hieß es: Puls im Zug, weil auf die Deutsche Bahn mal wieder alles andere als Verlass war. Egal, Ruhe bewahren. Kaum in Berlin schließlich angekommen, ging es in den Bus und Abfahrt nach Polen, dort kamen wir dann spätabends an. Jetzt nur noch schnell etwas snacken und nichts wie ins Bett. 

Am nächsten Tag ging es für mich glücklicherweise erst um 14 Uhr mit dem Zeitfahren los. Daher konnte ich mich ein wenig ausschlafen und im Anschluss die Strecke abfahren. Mein Start dann um 15:06. Die Aufregung war groß, weil ich noch nie mit Aufliegern gefahren bin, aber die Strecke war super: leicht wellig, perfekter Asphalt und größtenteils durch den Wald, also schattig und nicht so viel Wind. Während in Deutschland über 30° waren, war die Temperatur in Polen bei angenehmen 25°C. Das Zeitfahren lief super, ich konnte die ganze Zeit in der Aeroposition verbringen, auch wenn die Wattwerte ein bisschen höher hätten sein können. Das reichte für Platz 26 mit etwa 4 Minuten Rückstand auf Marta Jaskulska von der polnischen Nationalmannschaft und 3:30 Minuten hinter der besten Deutschen, Corinna Lechner vom Profi-Team Stuttgart. 

Die nächste Nacht hatte es in sich, denn wir waren in einem Hochzeitshotel untergebracht. Leider aber wurde es alles andere als romantisch, das hatte sich bereits beim Frühstück angebahnt. Der morgens geschmückte Saal füllte sich zum Abend und dann wurde ausgiebig Hochzeit gefeiert – mit Live-Band. Die Hochzeitsgesellschaft war auch recht ausdauernd: Bis früh um 5 Uhr wurde wild gefeiert. Dementsprechend zerknautscht ging es dann auch an den Start des Straßenrennens. Die erste Runde war ziemlich hart für mich. Die dicken Beine von gestern, zu wenig geschlafen, nervöses Feld … Dinge, die ich so nicht brauchte. Aber es wurde von Runde zu Runde besser. Ich wusste, wo die Schlaglöcher und der Sand nicht waren und steuerte darum herum. Dazu kam ein sehr steiler Stich, der aber immer besser für mich zu fahren war. Nach Runde 4 verabschiedeten sich die Juniorinnen, wodurch das Gedränge auch weniger wurde. Die letzte Runde wurde dann auf Position gefahren. Da ich dieses Jahr noch nicht so viel im Feld gefahren bin und auch einige spektakuläre Stürze beobachten konnte, habe ich versucht, mich aus allen riskanten Aktionen rauszuhalten. Bin dann einfach im Feld ins Ziel gerollt. Das bedeutete am Ende den 23. Platz unter 46 Fahrerinnen, nichts zu klagen also und ein schöner, solider Platz im Mittelfeld. 

Danach gab es »Katzenwäsche« und für 5 Stunden wieder ab in den Bus nach Berlin. Dort – natürlich – den letzten Zug nach Kassel verpasst und so musste ich die Nacht noch in Berlin verbringen, bevor es dann Montagmorgen mit der Bahn nach Kassel und wieder zur Arbeit ging.

Jasmin

Frauenpower

Seit drei Wochen läuft nun der Frauentreff bei der Zweirad-Gemeinschaft, betreut von Jasmin und Roman. Und er läuft besser als gedacht. Etwa 10 Frauen und ihre Rennräder finden an jedem Freitag ihren Weg auf den Verkehrsübungsplatz – und das, wo doch aktuell Urlaubszeit ist. Dort gibt es dann ein bunt gemischtes Programm von Technik und Geschwindigkeit – wobei die Technik eindeutig im Fokus steht.

»Es macht echt Spaß zu sehen, wie die Teilnehmerinnen von Mal zu Mal besser und souveräner auf ihren Räder werden. Unser primäres Ziel ist es, dass jede die Grundlagen wie Kurventechnik, Gruppenfahren oder Bremsen beherrscht und so das Rennradfahren noch mehr Spaß macht«, sagt Nachwuchstrainer Roman dazu. Dabei soll mittelfristig aber auch die Geschwindigkeit nicht außer Acht gelassen werden, schließlich ist es ja auch diese Komponente, die beim Bewegen eines Rennrads entscheidend ist. Hier ist Jasmin die perfekte Ansprechpartnerin am Freitagabend: »Klar wäre es toll, wenn wir gleich auch noch Frauen finden würden, die gemeinsam mit mir Rennen angehen können, aber das ist Wunschdenken. Aber je weiter wir mit den Grundlagen kommen, desto mehr werden wir auch gezielt das »Schnellerwerden« trainieren.« 

Und wer weiß, vielleicht zeigt sich ja dann tatsächlich bei der ein oder anderen die unbändige Lust, sich in Rennen auszutoben? Hier kann der Rohloff-Cup im kommenden Jahr wieder ein toller Einstieg für die nordhessischen Rennrad-Frauen sein. Jasmin und Roman jedenfalls tun alles dafür. Start ist immer um 19 Uhr auf dem Verkehrsübungsplatz in Baunatal-Hertingshausen.