Frauenpower

Der 4. Lauf des Rohloff-Cups wurde von Stefanie Paul von Stevens Racing sowie Jasmin Corso von der ZG Kassel dominiert. Beide zogen vom Start weg unwiderstehlich davon und überrundeten so das komplette Feld der Elite Frauen und Senioren 4. Bei den Senioren 4 überzeugte Uwe Hecht von Le Masters mit seinem Sieg. Die weibliche U19 gewann Freya Glenewinkel von der RSG Hannover. In der U15 dominierte erneut Julian Kadrispahic von Froh Fulda und den Sieg in der U13 sicherte sich Rainer Gehle von der Tuspo Weende. 

Der Abend des 4. Rennens im Rohloff-Cup 2021 auf dem Verkehrsübungsplatz begann schnell. Mit einer halben Runde Vorgabe gingen das Feld der Elite Frauen sowie die Juniorinnen auf die an diesem Abend längste Strecke. Im Anschluss starteten die Senioren 4 sowie mit etwas Abstand die U15 und U13. Schon mit Beginn der zweiten Runde machte Stefanie Paul ernst und zog das Tempo an. Einzig Jasmin Corso konnte folgen. Beide Frauen wechselten sich in der Führungsarbeit in den weiteren Runden ab und so wurden die Senioren 4 gestellt, die ihrerseits in das Feld der Frauen auffuhr. In Anbetracht der immer noch wenigen ausgeschriebenen Rennen ein Glücksfall für diejenigen, die noch über weniger Rennerfahrung verfügten – perfekt, um das Fahren in einer großen Gruppe zu erfahren. 

Die ersten beiden Plätze waren damit bei den Frauen vergeben, jetzt wurde es bei den Senioren 4 interessant. Immer wieder gab es Attacken aus dem Feld, dabei konnte sich aber keiner der starken Senioren wirklich absetzen. Ausgezeichnete Tempoarbeit im Feld machten etwa Martin Diederichs von der RSC Weimar-Ahnatal oder Mario Voland vom Dresdener SC 1898. Insgesamt einigte man sich unabgesprochen im letzten Renndrittel auf ein Tempo, das alle mitgehen konnten. Die erste Entscheidung im Feld stand dann für die Senioren 4 an. Während sich Frauen und Juniorinnen in den letzten beiden Runden vorbildlich zurückfallen ließen, konnten die Senioren ihre Plätze ungehindert ausfahren. Eindeutig die Sprintabstände im Ziel: Uwe Hecht siegte vor Marco Grossegger vom Adam Donner Racing Team und Hans Peter Grüning vom RSC Wernigerode.

10 Runden später die Sprintentscheidung der Frauen. Stefanie Paul setzte sich gegenüber Jasmin Corso durch. Auf Platz 3 sprintete Christina Lechner von der MT Melsungen. Bei den Juniorinnen hatte Freya Glenewinkel klar die Nase vorn vor Annika Peter von der ZG Kassel.

Und was machten die U15 und U13? Diese verlebten meistenteils einen eher ruhigeren Rennabend. Zum einen hielten sie sich strickt zurück, um nicht ebenfalls in das große Feld der Senioren und Frauen zu fahren. Zum anderen versuchte zwar Julian Kadrispahic immer wieder Attacken, Leopold Beirig aber vom TSV Schotten war clever genug, diese nur zu kontern und nicht aktiv mitzufahren – im Sprint versprach er sich gegen Kadrispahic mehr. So bummelte man weite Teile des Rennens  dem Ziel entgegen und ließ es auf einen finalen Sprint ankommen. Bei diesem wäre die Idee von Beirig fast aufgegangen, aber Kadrispahic wehrte den Angriff knapp ab und gewann verdient. Eine gute Leistung zeigte Hannah John von der Tuspo Weende, die locker im Feld der Jungs mitfahren konnte. Die U13 war dann eine klare Angelegenheit von Rainer Gehle von der Tuspo Weende. Er setzte sich gegen Anton Paul und Theodor Hohmann von der RSG Hannover durch. 

Fazit

Ein schöner Rennabend mit vielen getrennten Wertungen und Feldern, die sich bestens an die Vorgaben des Veranstalters hielten. Die Zweirad-Gemeinschaft Kassel bedankt sich bei den vielen Aktiven und den tollen Zuspruch. Das sollte für andere Vereine Motivation sein, ihre Rennen nicht abzusagen, sondern die Angebote im Idealfall noch auszubauen. Das alles geht trotz und mit Corona-Auflagen. Eine Rennsaison besteht nicht nur aus Landesverbandsmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften, sondern lebt gerade von den vielen kleineren und mittelgroßen Rennen. Alle gemeinsam bilden die Basis für Quantität und Qualität der RadsportlerInnen. Auf geht’s, ihr anderen Vereine, packen wir es an. Fahren wir unsere Veranstaltungen hoch. 

Ergebnisse

Elite Frauen

1. Stefanie Paul, Stevens Racing; 2. Jasmin Corso, ZG Kassel; 3. Christina Lechner; 4. Jana Bühn, beide MT Melsungen; 5. Magdalena Röhrig, RSG Hannover; 6. Kristina Schalk, MT Melsungen; 7. Svenja Schlimme; 8. Guiliana Ebel, beide RSG Hannover

U19 w

1. Freya Glenewinkel, RSG Hannover; 2. Annika Peter, ZG Kassel

Senioren 4

1. Uwe Hecht, Le Masters; 2. Marco Grossegger, Adam Donner RT; 3. Hans Peter Grüning, RSC Wernigerode; 4. Jürgen Fromberg, RSV Gütersloh; 5. Jörg Hein, RSG Hannover; 6. Michael Donner, Adam Donner RT; 7. Mario Voland, Dresdener SC 1898; 8. Walter Backhausen, RV Concordia Hannover; 9. Peter Dercken, RSC Werne; 10. Bodo Peter, RSC Fuldabrück; 11. Klaus Jesse, RSV Rückenwind Mannheim; 12. Norbert Dunschen, Sturmvogel Ahrweiler; 13. Manfred Wenzel, RV Hochheim; 14 Kurt Werheit, RV Blitz Spich; 15. Heiko Heuser, HRC Hannover; 16. Martin Diederichs, RSC Weimar-Ahnatal; 17. Hans Jürgen Ludwig, RSC Fuldabrück; 18. Claus Siemon, Adam Donner RT; 19. Gary Weir, RSG Riedberg; 20. Bernd Schmelz, KSV Baunatal

U15

1. Julian Kadrispahic, RSV Froh Fulda; 2. Leopold Beirig, TSV Schotten; 3. Kai Tittel, RSC Wernigerode; 4. Joshua Sandrock, MT Melsungen; 5. Maximilian von Amsberg, Blau-Gelb Langenhagen; 6 Lunis Govers; 7. Hannah John, beide Tuspo Weende, 8. Joel Coors, RSG Hannover

U13

1. Rainer Gehle, Tuspo Weende; 2. Anton Paul; 3. Theodor Hohmann, beide RSG Hannover

Eisenbahn & Co.

Zum ersten Rennen im Rohloff-Cup 2021 der Senioren 4, Elite Frauen, der weiblichen U19 sowie der Klassen U15 und U13 kam es am Mittwoch, 30. Juni. Dabei zeigte sich, dass jede Menge Lust auf Radsport gemeinsam mit der richtigen Mischung aus alt und jung einen schnellen Tempo-Zug erzeugen kann.

Über die längste Renndistanz an diesem Abend durften sich die Elite Frauen und die weibliche U19 freuen. Den vier Nordhessinnen Jasmin Corso, Nicole Henne-Fischer und Annika Peter von der ZG Kassel sowie Christina Lechner von der MT Melsungen standen die geballte Frauenpower von Stephanie Paul von Stevens Racing, den beiden Jährig-Schwestern vom RC Zugvogel Berlin sowie Freya Glenewinkel vom RSC Hannover gegenüber. Und so ging es vom Start weg mit viel Druck in die ersten Wertungssprints. Nach diesen startete zusätzlich das Feld der Senioren 4 und mit weiterem Abstand die Nachwuchsklassen. 

Gleich fünf Starter vom Adam Donner Racing Team plus starke Fahrer wie Bernd Schmelz vom KSV Baunatal, Dieter Vorbeck von RC Adler Köln und Jürgen Fromberg vom RSV Gütersloh zogen von Anfang an das Tempo bei den Senioren 4 an. Mit Claus Siemon, Martin Diederichs vom RSC Weimar Ahnatal sowie den beiden RSC Fuldabrückern Bodo Peter und Hans-Jürgen Ludwig waren weitere Nordhessen vertreten. Der Zusammenschluss der Elite Frauen mit den Senioren-Fahrern erzeugte zusätzlichen Druck. Besonders die beiden Berlinerinnen zogen unmissverständlich das Tempo an und die Senioren freuten sich über so viel Speed und zogen mit. 

Nicht für alle war das harte Anfangstempo gut. So fiel Nicole Henne-Fischer zuerst bei den Frauen ab, zeigte bei ihrem ersten Lizenzrennen überhaupt aber enormen Einsatzwillen. Nach der ersten Rennhälfte erwischte es dann auch mit Lechner die Fahrerin aus Melsungen während Paul, Corso und Jährig-Schwestern sich um die Tempoarbeit bemühten. Annika Peter und Freya Glenewinkel vom RSC Hannover bildeten lange Zeit ein Duo am Ende des Feldes; letztlich musste Peter ihrer verletzungsbedingt geringeren Trainingsintensität Tribut zollen, kämpfte sich aber ins Ziel. 

Als dritte mit im Bunde der Tempobolzer zeigte sich die auf 22 Runden fahrende U15 mit einem exzellent aufgelegten Julian Kadrispahic vom RSV Froh Fulda. Gemeinsam mit Leopold Beirig vom TGV Schotten sowie Maximilian von Amberg vom RC Blau-Gelb Langenhagen machten auch sie jede Menge Druck. In diesem U15-Feld konnte Joshua Sandrock von der MT Melsungen lange Zeit gut mithalten und auch Bosse Niemetz von der ZG Kassel zeigte in seinem ersten Radrennen überhaupt, dass er mehr als die Hälfte der Distanz bereits in dem harten Renntempo mitgehen kann. Im Finale setzte sich Kadrispahic vor Beirig, von Amsberg und Kai Tittel vom RSC Wernigerode durch. 

Sehr guter Radsport auch in dem kleinen Feld der U13. Mit viel Enthusiasmus und Spaß am Sport gingen die beiden Hannoveraner Theodor Homann und Anton Paul zusammen mit Rainer Gehle von der Tuspo Weende an den Start. Nach 18 Runden gewann Gehle vor Paul und Homann das U13-Rennen. Im Anschluss sprintete die U15 um den Sieg, ehe die Senioren 4 auf die Zielgerade einbogen. Eindeutig war der Sieg für Fromberg aus Gütersloh vor Vorbeck aus Köln. Danach war ein kurzer Blick auf den Zielfilm nötig. Grossegger vom Donner Racing Team setzte sich gegen Schmelz aus Baunatal durch – eine knappe und sportlich schöne Sprintentscheidung. 

Schließlich die letzten Runden der Frauen und diese auch noch im nun immer stärker einsetzenden Regen. Fabienne Jährig setzte noch einmal Stephanie Paul und Jasmin Corso mächtig im Finalsprint zu. Die EM-Dritte in der U19-Mannschaftsverfolgung aus 2020 siegte vor ihrer Schwester Elena und Glenewinkel in der weiblichen U19. Bei den Frauen war der Zweikampf zwischen Paul und Corso erwartet worden, hier setzt sich Paul vor Corso, Lechner und Henne-Fischer durch. 

Die Ergebnisse

Elite Frauen

1. S. Paul, Stevens Racing; 2. J. Corso, ZG Kassel; 3. C. Lechner MT Melsungen; 4. N. Henne-Fischer, ZG Kassel

U19 w

1. F.Jährig; 2. E. Jährig, beide RC Zugvogel Berlin; 3. F. Glenewinkel, RSC Hannover; 4. A. Peter, ZG Kassel

Senioren 4

1. J. Fromberg, RSV Gütersloh; 2. U. Vorbeck, RC Adler-Köln; 3. M. Grossegger Adam Donner RT; 4. B.Schmelz, KSV Baunatal; 5. J. Hein, RSG Hannover; 6. M. Donner; 7. W. Fürtig, beide Adam Donner RT; 8. K. Jesse, RSV Rückenwind Mannheim; 9. R. Hedtmann, Adam Donner RT; 10. H. Heuser, HRC Hannover; 11. B. Peter, RSC Fuldabrück; 12. M. Voland, Dresdener RC; 13. H.J. Ludwig,  RSC Fuldabrück; 14. K. Werheit, RV Blitz Spich; 15. C. Siemon Adam Donner RT; 16. G. Weir, RSG Riedberg; 17. M. Diederichs, RSC Weimar-Ahnatal; 18. M. Eckhardt, RSC Betzdorf

U15

1. J. Kadrispahic, RSV froh Fulda; 2. L. Beirig, TSV Schotten; 3. M. von Amsberg, Blau-Gelb Langenhagen; 4. K. Tittel, RSC Wernigerode; 5. J. Sandrock, MT Melsungen; 6. L. Govers, Tuspo Weende; 7. B. Niemetz, ZG Kassel; 8 . J. Coors, RSG Hannover

U13

1. R. Gehle, Tuspo Weende; 2. A. Paul; 3. T. Hohmann, beide RSG Hannover

Veränderte Vorzeichen

Waren Hans Hutschenreuter von der MT Melsungen bei den Senioren 2 und Karol Cebula von der Zweirad-Gemeinschaft Kassel bei der U17 im ersten Rennen noch erfolgreich, so wurden sie an diesem Mittwochabend auf die Plätze verwiesen. Das zweite Rennen im Rohloff-Cup war erneut mit vielen sehr guten Fahrern besetzt, von denen manche gleich mehrere Stunden Anfahrt auf sich nahmen.

Zuerst gingen die Senioren 2 ins Rennen. Im Modus „Kriterium“ ging es jede fünfte Runde um wertvolle Punkte für die Endabrechnung. Daniel Höhn von der RSG Riedberg hatte sich viel vorgenommen und wollte an diesem Abend unbedingt einen Sieg. So fuhr er von Beginn an eine beherzte Attacke und punktete in den beiden ersten Wertungen. Dann aber folgte Hutschenreuter und beide fuhren dem Feld davon und machten alle weiteren Wertungen unter sich aus. Am Ende gaben die ersten Punkte im Rennen den Ausschlag zugunsten von Höhn. Auf Platz drei fuhr Martin Rupp vom RRC Diessenhofen.

Dann kamen die U17 mit der längsten Strecke an diesem Tag. Sie waren weniger zahlreich, dafür aber erneut umso stärker besetzt. Ein Grund sicherlich, die kommenden Deutschen Meisterschaften am Wochenende. Auch Karol Cebula von der Zweirad-Gemeinschaft Kassel wird als einziger U17-Nordhesse dann im rheinland-pfälzischen Bolanden am Start sein. Der Rohloff-Cup-Sieger vom Auftaktrennen musste sich allerdings an diesem Tag Maxim Roor vom RSV Gütersloh geschlagen geben. Der Sieg von Roor ging absolut in Ordnung. In einem eher moderat schnellen Rennen fuhr er die meisten Attacken und versuchte viel. Allerdings reagiert das restliche Feld stets aufmerksam und lies ihn über die gesamten 44 Kilometer nicht ziehen. Besonders kämpferische Leistung zeigten Moritz Martini vom RSC Wernigerode sowie Jan Drescher von der ZG Kassel. Sehr ärgerlich der Sturz von Jonas Primnitz vom Pulheimer SC. Zuerst mehrere Stunden Anfahrt zum Rohloff-Cup und dann noch dieses Pech vor der DM. Die ZG Kassel hofft, dass es für ihn dennoch am Wochenende reicht. Platz drei ging an Lennart Drees vom RSV Münster. 

Die Senioren 3 fuhren an diesem Mittwoch ein Rundstreckenrennen. Und das taten sie mit viel Energie. Sehr schnell fuhren Sie auf das Feld der Senioren 2 auf. Maßgeblich für das hohe Tempo verantwortlich war Holger Wiegmann von der ZG Kassel, aber auch die weiteren Fahrer gaben alles, um die Geschwindigkeit oben zu halten. Erik Danner vom Radteam Danner hatte aber in jeder Rennminute das Geschehen unter Kontrolle und konnte den finalen Sprint für sich entscheiden. Eine halbe Radlänge später kam Bernd Brune vom RSV Gütersloh und nach ihm Guido Tersteegen von der Turnerschaft Harburg ins Ziel. Viktor Slavik vom RV 1899 Kassel bleib der undankbare vierte Platz.

Ergebnisse

U17

1. M. Roor, RSV Gütersloh; 2. K. Cebula, ZG Kassel, 3. L. Drees, RSV Münster; 4. M. Martin, RSC Wernigerode; 5. J. Drescher, ZG Kassel

Senioren 2

1. D. Höhn, RSG Riedberg; 2. H. Hutschenreuter, MT Melsungen; 3. M. Rupp, RRC Diessenhofen; 4. D. Götze, RSC Nordsachsen; 5. C. Plessing, MT Melsungen; 6. D. Boijko, RSV Gütersloh; 7. M. Brechmann, RSV Frankfurt-Steinfurt; 8. H. Katzler, RSV Bad Hersfeld; 9. M. Holzhauer, MT Melsungen; 10. A. Peppel, RSC Betzdorf; 11. F. Röhrmann; 12. A. Lang, beide RSV Gütersloh

Senioren 3

1. E. Danner, Radteam Danner; 2. B. Brune RSV Gütersloh; 3. G. Tersteegen; Turnerschaft Harburg; 4. V. Slavik, RV 1899 Kassel; 5. L. Geisler; van Hacht Masters; 6. C. Gottschalk, Leeze Vermarc; 7. U. Zenker, RSC Zweibrücken; 8. H. Wiegmann; 9. C. Frey, beide ZG Kassel; 10. T. Klassen, Turnerschaft Harburg; 11. M. Nieländer, RSV Gütersloh; 12. A. Leschert, KMO; 13. M. Gießler, RSG Hannover; 14. R. Klinger, RSV Mettmann; 15. G. Meiß, RSC Bad Homburg; 16. C. Peppel, Mars Rot-Weiß Frankfurt; 17. W. Schlacht, RSV Braunschweig; 18. R. Jacob, ZG Kassel

Endlich ein Rennen

Die Lockerungsstufe 2 im Landkreis Kassel plus die bekannte ZG-Beharrlichkeit machten es möglich. Wir konnten am Mittwoch, den 02.06. endlich unseren Rohloff-Cup starten. Bei Königswetter waren die Senioren 2, 3 sowie die U17 auf dem 1.1 km-Rund des Verkehrsübungsplatzes in Baunatal-Hertingshausen. Da wir noch nicht so ganz abschätzen konnten, wie es laufen würde, hatten wir bei der Orga ein wenig mehr aufgefahren – das zahlte sich aus, ab der Nummernausgabe lief alles komplett reibungslos ab.

Als erstes gingen die Senioren 3 im Modus “Kriterium” auf die Strecke. Insgesamt 7 Wertungssprints waren zu fahren. Und der Sieger hieß am Ende – wie schon so oft in der Vergangenheit – Viktor Slavik vom RV 1899 Kassel. Dabei hatte Slavik mit Tatsuto Nakamura vom Radsportteam Taunus-Express Kelkheim sowie Jörg Winzen vom Radtreff Campus Bonn starke Konkurrenz, verwies sie aber auf die Plätze 2 und 3. Sehr schön aus ZG-Brille waren an diesem Abend die Leistungen von Chris Frey und Holger Wiegmann. Beide konnten durchaus Akzente setzen, punkteten entsprechend und fuhren auf die Plätze 5 und 6.

Im Anschluss startete ein starkes U17-Feld zu einem Rundstreckenrennen über 41 Runden. Nach einigen wenigen Attacken aus dem Feld blieben die Fahrer bis in die Schlusskurve zusammen. Hier kam es zum Foto-Finish zwischen Karol und Moritz Martin vom Harzer RSC Wernigerode. Der Kameratechnik sei Dank, konnte zweifelsfrei erkannt werden, dass Karol eine Reifenbreite vor Martin ins Ziel sprintete. Ein spektakulärer Sieg von Cebula. Starker Dritter wurde M. Rohr vom RSV Gütersloh. Jan musste zwei Überrundungen über sich ergehen lassen, zeigte aber, dass er eine gute mittlere Pace bestens mitgehen kann – und dass er sprinten kann, das wissen wir.

Und bei den Senioren 2 gab es ebenfalls eine Sprintentscheidung. Zur Mitte des Rennens zerfiel das Feld. In der Spitzengruppe fuhren Hans Hutschenreuter von der MT Melsungen, Daniel Höhn von der RSG Riedberg sowie Alexander Koop vom RV Friedberg. Diese Drei setzten sich nicht nur ab, sondern waren am Ende der 40 Runden kurz davor, alle Senioren 2-Fahrer ein Mal überrundet zu haben – was allerdings nicht gelang. Dafür sprintete Hutschenreuter unwiderstehlich zum Sieg, Höhn hatte auf den letzten 200 Metern nichts mehr entgegenzusetzen.

Senioren 2

1H. HutschenreuterSen2MT MEG
2D. HoehnSen2RSG Riedberg
3A. KoopSen2RV Giesen
4C. PlessingSen2MT MEG
5M.BrechmannSen2RSV F.- Steinfurt
6M.HolzhauerSen2MT MEG
7H.KatzlerSen2RSV Bad Hersfeld
8J.KadrispahicSen2RSV Froh Fulda
9A. LauerSen2RSC Nordsachsen
10D.BoijkoSen2RSV Gütersloh

Senioren 3

1V. SlavikSen3RV 1899 Kassel
2T. NakamuraSen3RTE Kelkheim
3J. WinzenSen3Campus Bonn
4G.TersteegenSen3Turnerschaft  Harburg
5C. FreySen3ZG Kassel
6H. WiegmannSen3ZG Kassel
7R. KlingerSen3RSV Mettmann
8W.SchlechtSen3RSV Braunschweig
9C. PeppelSen3Mars R-W Frankfurt
10T. KlassenSen3Turnerschaft Harburg
11B. EhringSen3TE Kelkheim

U17

1K. CebulaU17ZG Kassel
2M. Martin U17RSC Wernigerode
3M.RohrU17RSV Gütersloh
4Changseok LeeU17RSG Frankfurt
5L. DreesU17RSV Münster
6A.KoopU17RSG Frankfurt
7J. DrescherU17ZG Kassel

Und sie fahren doch

Die Zeiten sind schwierig, die Vorgaben seltsam und uneinheitlich. Dennoch bieten wir im Verein wieder regelmäßig Training an – wenn auch etwas abgespeckt. So differenzieren wir „unter der Woche“ nicht mehr in Einzeltermine zwischen Jugend, Frauen und Männern. Dafür aber gibt es an jedem Wochenende ein vereinsinternes „Einzeltraining“. Bedeutet: Zeitfahren. Mit vorgegebenen Startzeiten gibt es keine großen Ansammlungen und durch einen recht großen Zeitabstand zwischen den Fahrern kommt es erst gar nicht zu einem Pulk auf der Straße.

An diesem Wochenende ging es über 10.5 km von Simmershausen über ca. 350 Höhenmeter hinauf zu „Schneiders Baum“. Selbst Rainer und Gerd ließen es sich nicht nehmen, die Strecke unter die Räder zu nehmen. Respekt. Und dass Zeitfahrspezialist Moritz erneut der Schnellste werden würde, war abzusehen, bärenstarke Leistung. Hier die Ergebnisse:

Elite

Moritz 20:54
Tobias F. 24:12
Ben 25:21

Masters

Holger 25:46
Tobias H. 23:22

U19

Gian-Luca 29:52
Johann 25:28
Kevin 31:37

U17

Karol 24:28
Leopold 23:44
Jan 27:56

U15

Bosse 32:44

Toller Einsatz in Dipperz

Bereits im Voraus war klar: Bei dem Rennen zu den Hessischen Meisterschaften in Dipperz würde es für unsere Jungs und Mädels nicht viel zu holen geben. Wer einen aufmerksamen Blick auf die Starterlisten warf, der ahnte schon: Hier würde es richtig zur Sache gehen. Da es keine geschlossenen Meisterschaften waren, nutzten viele Landesverbände das Rennen zur Vorbereitung auf die noch kommende DM. 

Als Erstes am Start war Jan in der U15. Insgesamt gingen 47 Jungs auf die etwa 4 Kilometer lange Reise über die Wirtschaftswege am Rande der Rhön. Der Asphalt war prima, das Wetter rau aber trocken und mit einer doppelten Welle in einem leichten Anstieg sowie einer scharfen Rechtskurve nach der Abfahrt technisch nicht übermäßig schwer. So konnten auch diejenigen mitfahren, die nicht unbedingte »Bergziegen« waren. 

Schon nach der ersten Runde zeigte sich, dass das Tempo flott war und das Feld bereits etwas geteilt wurde. Nach zwei weiteren Runden war dann alles auseinandergefahren. Jan konnte in einer funktionierenden 5er-Gruppe bis zum Ende gut mitfahren – das war auch im Voraus der Plan: nicht alleine über den Kurs fahren, sondern mit Umsicht fahren und eine Gruppe finden. Auch wenn Jan so nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun hatte, kam er als 22. ins Ziel. Alles richtig gemacht und ein toller Einsatz von ihm. 

Danach war Annika in der U17 gefordert. Als einzige Hessin stand sie in einem Feld von 31 Fahrerinnen. Und auch Annika war clever genug, sich nicht alleine zu verausgaben, sondern fand 3 Mitstreiterinnen, mit denen sie gemeinsam Runde um Runde bestritt. Die Rechtskurve sollte für einige Mädels zum Verhängnis werden und auch Annika fuhr auf der einige Male »allerletzten Rille« hindurch, hatte aber zum Können auch etwas Glück und kam ohne Sturz am Ende als 25. nach tollem Kampf ins Ziel. 

Schließlich die schwerste Startgruppe, die U17 männlich. Was ein schönes Feld mit 63 Startern. Das wünscht man sich als Veranstalter bei jedem Rennen. Die Fahrer aus Rheinland-Pfalz und Thüringen schlugen sofort ein Mörder-Tempo an, Gian-Luca mittendrin. Aber auch für ihn war nach Runde 2 bereits klar, dass dies eine ganze Klasse zu schnell werden würde. Bei den Durchfahrten der weiteren Runden sah Gian-Luca immer schlechter aus und beendete schließlich das Rennen. Der Grund: Der Magen spielte nicht mit und mit Magenkrämpfen lässt sich einfach kein Radrennen fahren, das erklärte dann auch den Leistungsabfall. Immerhin wurde er noch als 52. gewertet. Etwas Pech daher, aber nichtsdestotrotz hat er sich so weit reingehangen, wie an diesem Tag möglich. 

Fazit von Trainer Roman: wichtige Erfahrungen und Rennkilometer für unseren Nachwuchs und prima Engagement. Jetzt darf es dann so langsam in Richtung Cross gehen.