Veränderte Vorzeichen

Waren Hans Hutschenreuter von der MT Melsungen bei den Senioren 2 und Karol Cebula von der Zweirad-Gemeinschaft Kassel bei der U17 im ersten Rennen noch erfolgreich, so wurden sie an diesem Mittwochabend auf die Plätze verwiesen. Das zweite Rennen im Rohloff-Cup war erneut mit vielen sehr guten Fahrern besetzt, von denen manche gleich mehrere Stunden Anfahrt auf sich nahmen.

Zuerst gingen die Senioren 2 ins Rennen. Im Modus „Kriterium“ ging es jede fünfte Runde um wertvolle Punkte für die Endabrechnung. Daniel Höhn von der RSG Riedberg hatte sich viel vorgenommen und wollte an diesem Abend unbedingt einen Sieg. So fuhr er von Beginn an eine beherzte Attacke und punktete in den beiden ersten Wertungen. Dann aber folgte Hutschenreuter und beide fuhren dem Feld davon und machten alle weiteren Wertungen unter sich aus. Am Ende gaben die ersten Punkte im Rennen den Ausschlag zugunsten von Höhn. Auf Platz drei fuhr Martin Rupp vom RRC Diessenhofen.

Dann kamen die U17 mit der längsten Strecke an diesem Tag. Sie waren weniger zahlreich, dafür aber erneut umso stärker besetzt. Ein Grund sicherlich, die kommenden Deutschen Meisterschaften am Wochenende. Auch Karol Cebula von der Zweirad-Gemeinschaft Kassel wird als einziger U17-Nordhesse dann im rheinland-pfälzischen Bolanden am Start sein. Der Rohloff-Cup-Sieger vom Auftaktrennen musste sich allerdings an diesem Tag Maxim Roor vom RSV Gütersloh geschlagen geben. Der Sieg von Roor ging absolut in Ordnung. In einem eher moderat schnellen Rennen fuhr er die meisten Attacken und versuchte viel. Allerdings reagiert das restliche Feld stets aufmerksam und lies ihn über die gesamten 44 Kilometer nicht ziehen. Besonders kämpferische Leistung zeigten Moritz Martini vom RSC Wernigerode sowie Jan Drescher von der ZG Kassel. Sehr ärgerlich der Sturz von Jonas Primnitz vom Pulheimer SC. Zuerst mehrere Stunden Anfahrt zum Rohloff-Cup und dann noch dieses Pech vor der DM. Die ZG Kassel hofft, dass es für ihn dennoch am Wochenende reicht. Platz drei ging an Lennart Drees vom RSV Münster. 

Die Senioren 3 fuhren an diesem Mittwoch ein Rundstreckenrennen. Und das taten sie mit viel Energie. Sehr schnell fuhren Sie auf das Feld der Senioren 2 auf. Maßgeblich für das hohe Tempo verantwortlich war Holger Wiegmann von der ZG Kassel, aber auch die weiteren Fahrer gaben alles, um die Geschwindigkeit oben zu halten. Erik Danner vom Radteam Danner hatte aber in jeder Rennminute das Geschehen unter Kontrolle und konnte den finalen Sprint für sich entscheiden. Eine halbe Radlänge später kam Bernd Brune vom RSV Gütersloh und nach ihm Guido Tersteegen von der Turnerschaft Harburg ins Ziel. Viktor Slavik vom RV 1899 Kassel bleib der undankbare vierte Platz.

Ergebnisse

U17

1. M. Roor, RSV Gütersloh; 2. K. Cebula, ZG Kassel, 3. L. Drees, RSV Münster; 4. M. Martin, RSC Wernigerode; 5. J. Drescher, ZG Kassel

Senioren 2

1. D. Höhn, RSG Riedberg; 2. H. Hutschenreuter, MT Melsungen; 3. M. Rupp, RRC Diessenhofen; 4. D. Götze, RSC Nordsachsen; 5. C. Plessing, MT Melsungen; 6. D. Boijko, RSV Gütersloh; 7. M. Brechmann, RSV Frankfurt-Steinfurt; 8. H. Katzler, RSV Bad Hersfeld; 9. M. Holzhauer, MT Melsungen; 10. A. Peppel, RSC Betzdorf; 11. F. Röhrmann; 12. A. Lang, beide RSV Gütersloh

Senioren 3

1. E. Danner, Radteam Danner; 2. B. Brune RSV Gütersloh; 3. G. Tersteegen; Turnerschaft Harburg; 4. V. Slavik, RV 1899 Kassel; 5. L. Geisler; van Hacht Masters; 6. C. Gottschalk, Leeze Vermarc; 7. U. Zenker, RSC Zweibrücken; 8. H. Wiegmann; 9. C. Frey, beide ZG Kassel; 10. T. Klassen, Turnerschaft Harburg; 11. M. Nieländer, RSV Gütersloh; 12. A. Leschert, KMO; 13. M. Gießler, RSG Hannover; 14. R. Klinger, RSV Mettmann; 15. G. Meiß, RSC Bad Homburg; 16. C. Peppel, Mars Rot-Weiß Frankfurt; 17. W. Schlacht, RSV Braunschweig; 18. R. Jacob, ZG Kassel

Endlich ein Rennen

Die Lockerungsstufe 2 im Landkreis Kassel plus die bekannte ZG-Beharrlichkeit machten es möglich. Wir konnten am Mittwoch, den 02.06. endlich unseren Rohloff-Cup starten. Bei Königswetter waren die Senioren 2, 3 sowie die U17 auf dem 1.1 km-Rund des Verkehrsübungsplatzes in Baunatal-Hertingshausen. Da wir noch nicht so ganz abschätzen konnten, wie es laufen würde, hatten wir bei der Orga ein wenig mehr aufgefahren – das zahlte sich aus, ab der Nummernausgabe lief alles komplett reibungslos ab.

Als erstes gingen die Senioren 3 im Modus “Kriterium” auf die Strecke. Insgesamt 7 Wertungssprints waren zu fahren. Und der Sieger hieß am Ende – wie schon so oft in der Vergangenheit – Viktor Slavik vom RV 1899 Kassel. Dabei hatte Slavik mit Tatsuto Nakamura vom Radsportteam Taunus-Express Kelkheim sowie Jörg Winzen vom Radtreff Campus Bonn starke Konkurrenz, verwies sie aber auf die Plätze 2 und 3. Sehr schön aus ZG-Brille waren an diesem Abend die Leistungen von Chris Frey und Holger Wiegmann. Beide konnten durchaus Akzente setzen, punkteten entsprechend und fuhren auf die Plätze 5 und 6.

Im Anschluss startete ein starkes U17-Feld zu einem Rundstreckenrennen über 41 Runden. Nach einigen wenigen Attacken aus dem Feld blieben die Fahrer bis in die Schlusskurve zusammen. Hier kam es zum Foto-Finish zwischen Karol und Moritz Martin vom Harzer RSC Wernigerode. Der Kameratechnik sei Dank, konnte zweifelsfrei erkannt werden, dass Karol eine Reifenbreite vor Martin ins Ziel sprintete. Ein spektakulärer Sieg von Cebula. Starker Dritter wurde M. Rohr vom RSV Gütersloh. Jan musste zwei Überrundungen über sich ergehen lassen, zeigte aber, dass er eine gute mittlere Pace bestens mitgehen kann – und dass er sprinten kann, das wissen wir.

Und bei den Senioren 2 gab es ebenfalls eine Sprintentscheidung. Zur Mitte des Rennens zerfiel das Feld. In der Spitzengruppe fuhren Hans Hutschenreuter von der MT Melsungen, Daniel Höhn von der RSG Riedberg sowie Alexander Koop vom RV Friedberg. Diese Drei setzten sich nicht nur ab, sondern waren am Ende der 40 Runden kurz davor, alle Senioren 2-Fahrer ein Mal überrundet zu haben – was allerdings nicht gelang. Dafür sprintete Hutschenreuter unwiderstehlich zum Sieg, Höhn hatte auf den letzten 200 Metern nichts mehr entgegenzusetzen.

Senioren 2

1H. HutschenreuterSen2MT MEG
2D. HoehnSen2RSG Riedberg
3A. KoopSen2RV Giesen
4C. PlessingSen2MT MEG
5M.BrechmannSen2RSV F.- Steinfurt
6M.HolzhauerSen2MT MEG
7H.KatzlerSen2RSV Bad Hersfeld
8J.KadrispahicSen2RSV Froh Fulda
9A. LauerSen2RSC Nordsachsen
10D.BoijkoSen2RSV Gütersloh

Senioren 3

1V. SlavikSen3RV 1899 Kassel
2T. NakamuraSen3RTE Kelkheim
3J. WinzenSen3Campus Bonn
4G.TersteegenSen3Turnerschaft  Harburg
5C. FreySen3ZG Kassel
6H. WiegmannSen3ZG Kassel
7R. KlingerSen3RSV Mettmann
8W.SchlechtSen3RSV Braunschweig
9C. PeppelSen3Mars R-W Frankfurt
10T. KlassenSen3Turnerschaft Harburg
11B. EhringSen3TE Kelkheim

U17

1K. CebulaU17ZG Kassel
2M. Martin U17RSC Wernigerode
3M.RohrU17RSV Gütersloh
4Changseok LeeU17RSG Frankfurt
5L. DreesU17RSV Münster
6A.KoopU17RSG Frankfurt
7J. DrescherU17ZG Kassel

Und sie fahren doch

Die Zeiten sind schwierig, die Vorgaben seltsam und uneinheitlich. Dennoch bieten wir im Verein wieder regelmäßig Training an – wenn auch etwas abgespeckt. So differenzieren wir „unter der Woche“ nicht mehr in Einzeltermine zwischen Jugend, Frauen und Männern. Dafür aber gibt es an jedem Wochenende ein vereinsinternes „Einzeltraining“. Bedeutet: Zeitfahren. Mit vorgegebenen Startzeiten gibt es keine großen Ansammlungen und durch einen recht großen Zeitabstand zwischen den Fahrern kommt es erst gar nicht zu einem Pulk auf der Straße.

An diesem Wochenende ging es über 10.5 km von Simmershausen über ca. 350 Höhenmeter hinauf zu „Schneiders Baum“. Selbst Rainer und Gerd ließen es sich nicht nehmen, die Strecke unter die Räder zu nehmen. Respekt. Und dass Zeitfahrspezialist Moritz erneut der Schnellste werden würde, war abzusehen, bärenstarke Leistung. Hier die Ergebnisse:

Elite

Moritz 20:54
Tobias F. 24:12
Ben 25:21

Masters

Holger 25:46
Tobias H. 23:22

U19

Gian-Luca 29:52
Johann 25:28
Kevin 31:37

U17

Karol 24:28
Leopold 23:44
Jan 27:56

U15

Bosse 32:44

Toller Einsatz in Dipperz

Bereits im Voraus war klar: Bei dem Rennen zu den Hessischen Meisterschaften in Dipperz würde es für unsere Jungs und Mädels nicht viel zu holen geben. Wer einen aufmerksamen Blick auf die Starterlisten warf, der ahnte schon: Hier würde es richtig zur Sache gehen. Da es keine geschlossenen Meisterschaften waren, nutzten viele Landesverbände das Rennen zur Vorbereitung auf die noch kommende DM. 

Als Erstes am Start war Jan in der U15. Insgesamt gingen 47 Jungs auf die etwa 4 Kilometer lange Reise über die Wirtschaftswege am Rande der Rhön. Der Asphalt war prima, das Wetter rau aber trocken und mit einer doppelten Welle in einem leichten Anstieg sowie einer scharfen Rechtskurve nach der Abfahrt technisch nicht übermäßig schwer. So konnten auch diejenigen mitfahren, die nicht unbedingte »Bergziegen« waren. 

Schon nach der ersten Runde zeigte sich, dass das Tempo flott war und das Feld bereits etwas geteilt wurde. Nach zwei weiteren Runden war dann alles auseinandergefahren. Jan konnte in einer funktionierenden 5er-Gruppe bis zum Ende gut mitfahren – das war auch im Voraus der Plan: nicht alleine über den Kurs fahren, sondern mit Umsicht fahren und eine Gruppe finden. Auch wenn Jan so nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun hatte, kam er als 22. ins Ziel. Alles richtig gemacht und ein toller Einsatz von ihm. 

Danach war Annika in der U17 gefordert. Als einzige Hessin stand sie in einem Feld von 31 Fahrerinnen. Und auch Annika war clever genug, sich nicht alleine zu verausgaben, sondern fand 3 Mitstreiterinnen, mit denen sie gemeinsam Runde um Runde bestritt. Die Rechtskurve sollte für einige Mädels zum Verhängnis werden und auch Annika fuhr auf der einige Male »allerletzten Rille« hindurch, hatte aber zum Können auch etwas Glück und kam ohne Sturz am Ende als 25. nach tollem Kampf ins Ziel. 

Schließlich die schwerste Startgruppe, die U17 männlich. Was ein schönes Feld mit 63 Startern. Das wünscht man sich als Veranstalter bei jedem Rennen. Die Fahrer aus Rheinland-Pfalz und Thüringen schlugen sofort ein Mörder-Tempo an, Gian-Luca mittendrin. Aber auch für ihn war nach Runde 2 bereits klar, dass dies eine ganze Klasse zu schnell werden würde. Bei den Durchfahrten der weiteren Runden sah Gian-Luca immer schlechter aus und beendete schließlich das Rennen. Der Grund: Der Magen spielte nicht mit und mit Magenkrämpfen lässt sich einfach kein Radrennen fahren, das erklärte dann auch den Leistungsabfall. Immerhin wurde er noch als 52. gewertet. Etwas Pech daher, aber nichtsdestotrotz hat er sich so weit reingehangen, wie an diesem Tag möglich. 

Fazit von Trainer Roman: wichtige Erfahrungen und Rennkilometer für unseren Nachwuchs und prima Engagement. Jetzt darf es dann so langsam in Richtung Cross gehen.

U17 im Racemodus

Von richtigem Renngeschehen sind wir alle noch weit entfernt, aber unsere zwei schnellsten in der U17 machten sich auf den Weg. Karol war in Brackwede auf 40 Kilometer Rundstrecke und Annika hatte sich gleich das ganz große Ding ausgesucht: BDR-Sichtungsrennen in Töttelstädt

Nach den wenigen Trainingsrennen am Mittwoch war es vielleicht etwas gewagt, Annika gleich in den Löwenkäfig zu werfen nach dem Motto: »50 Kilometer mit Deutschlands Besten, friss oder stirb.« Aber Trainer Roman war sich sicher, dass Annika ihre Stärken gerade bei einem solch langen Rennen bestens umsetzen werde können. Gute Theorie, aber Praxis ist eben etwas anderes. Kurz gesagt wurde es zu einem Einzelzeitfahren für Annika. Es war kein Kilometer gefahren, da machte sich Annika auf, eine bessere Position im Feld zu erarbeiten. Das aber hatten auch andere im Sinn. So kam es zu einer Kollision, Annika landete auf dem Teer und bis der neutrale Materialwagen alles wieder gerade gebogen hatte, waren alle anderen auf und davon. 

Was dann kam, war Kämpferherz pur. Annika fuhr über 40 Kilometer ein Einzelzeitfahren par excellence. Und das machte sie derartig gut, dass sie tatsächlich noch in die Wertung fuhr. Wir meinen: Keine Chance nach vorne und dennoch weder überrundet noch aus einem Zeitlimit herausgefallen – wer so kämpft, muss belohnt werden. Diese Belohnung kann sich Annika bei den Deutschen Meisterschaften im – richtig – Einzelzeitfahren in wenigen Tagen schnappen. Besser kann man sich darauf nämlich nicht vorbereiten. 

Karol dagegen hatte sich gegen das Sichtungsrennen und für Brackwede entschieden, eine sehr gute Wahl. Sein letztes Zeitfahren bei den »Hessischen« war nicht ganz nach Plan gelaufen, höchste Zeit also, sich mal wieder zu motivieren. Und was ist dafür besser als eine gute Platzierung? Über 20 Runden ein komplett sturzfreies Feld welches jede Attacke parierte und Karol, der sich aktiv zeigen konnte und das Feld in die letzte Runde führte. Im Endsprint dann ein hervorragender 4. Platz für ihn. Große Klasse, wir freuen uns für Karol. In einem solchen Jahr ohne wirklichen Rennrhythmus ist es wichtig, die Motivation hochzuhalten. Karol ist gerade einmal im ersten Jahr der U17, da kann in 2021 noch einiges kommen. Also immer mit der Ruhe. Und schon am kommenden Wochenende in Gießen kann er seine gute Form wieder auf die Straße bringen.

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Zeitfahren in Hessen

Da hat sich der Einsatz des Verbands doch mal richtig gelohnt. Dank dem HRV klappte es doch noch mit den Zeitfahrmeisterschaften der Nachwuchsklassen. Der sehr ebene Kurs in Einhausen ging für die Klassen inklusive der U15 und der weiblichen U17 mit einer Wende über 9,5 Kilometer, alle anderen Klassen mussten drei Mal durch die Wenden und hatten insgesamt 19,5 Kilometer zu bewältigen. Die äußeren Bedingungen waren bis auf die mächtige Hitze optimal, die Felder exklusiv besetzt. 

In der U15 ist Jan derzeit unser einziges Eisen im Feuer und er machte seine Sache prima. Mit einer Zeit um 15 Minuten fuhr er auf einen richtig guten 7. Platz. Und dazu zeigte die spätere Auswertung der Kilometer-Pace, dass er sich noch einmal zu den Trainingsergebnissen klar steigern konnte – wie übrigens alle anderen auch, was den Trainer immer glücklich macht. 

Dann die U17 weiblich. Wir werfen einen Blick auf die Startliste und entdecken drei mörderisch schnelle Mädels aus dem rheinland-pfälzischen Sportinternat und… weder Saarländerinnen noch weitere Hessinnen. Da die Fahrerinnen aus RLP in einer anderen Liga fuhren, war schon zum Start klar, dass es in Hessen eine Vereinsmeisterschaft geben würde. Los ging’s mit Nastassia und zwei Minuten später mit Annika. Nastassia fuhr wesentlich schneller, als in allen vorherigen Trainingssessions und kam nach 17:26 Minuten ins Ziel. Eine klare Minute schneller war Annika. Auch sie mit neuer persönlicher Bestleistung und damit neue Hessische Meisterin, oder? Sophie stand noch am Start als Letzte. Und nach einem schnellen Start ging die wilde Fahrt los – bis sie nach 3 Kilometer der Plattfuß ereilte. Aus der Traum. Dennoch rollte sie sehr nett von einer Bürstädter Trainerin begleitet ins Ziel und hatte daher kein »dnf« auf dem Zettel und durfte somit aufs Podium. Annika wurde dann auch noch das Trikot als Beste der U17 im Sparkassen Fördercup überreicht. Tolle Sache, Annika.

Dann die Jungs. Johann war leider nicht am Start, er muss ein zerstörtes Kreuzband wieder aufbauen. Extrem schade, gute Besserung. Dafür waren Karol, Gian-Luca und unser »Adoptivkind« Kevin von der MT mit von der Partie. Für Gian-Luca gleich der erste große Prüfstein in seiner ersten Saison nach bislang nur zwei kleineren Rennen im Rohloff-Cup. Mit einer 14er-Durchgangszeit lag er gleichauf mit 10 anderen Fahrern, dann aber musste er im letzten Viertel der Geschwindigkeit etwas Tribut zollen und kam mit 30:29 Minuten als 15. ins Ziel. Gefolgt von Kevin, der sich stark verbessert zeigte und an diesem Tag mehr als teuer verkaufte – da geht sogar noch mehr, sind wir uns sicher. Am Ende dann noch Karol. Seine Leistungsfähigkeit ist bekannt, leider konnte er an diesem Tag nicht alles zeigen, auch wenn auch er eine schnellere Pace als bei allen Trainings und dem Vorjahr zeigte. Am Ende Platz 9 mit einer Zeit von 29:08 Minuten. Dennoch gut gemacht, Karol, schon jetzt ans nächste Jahr denken, dann erneut zur Attacke blasen. 

Von der MT Melsungen hatten wir dazu noch Arne Wiedemann und Alexander Hart mit dabei. Arne kam sogar zwei Plätze vor Karol ins Ziel und unterstrich seine prima Form, die er in den vergangenen Rohloff-Cup-Läufen an den Tag legte. Und Alex fuhr immerhin unter 30 Minuten, für einen Sprinter-Typ eine richtig gute Leistung. Denn klar ist: Zeitfahren ist nichts für jeden Radsportler. 

Was wir in Nordhessen aus den Ergebnissen lernen und wir als ZG im Speziellen? Die Leistungsdifferenz zum Süden ist eindeutig und sie ist alles andere als klein. Schaut man etwa auf die SportlerInnen aus Rheinland-Pfalz, dann kann man nur den Hut vor deren Leistungen ziehen. Daher gilt es, dass wir uns noch mehr anstrengen, um den Abstand zu verkleinern. Dafür müssen wir weiter in der Breite für unseren Sport werben und dann mit etwas Glück immer mal wieder den Einen oder die Eine präsentieren, welche die Jungs und Mädels aus Südhessen zumindest ärgern können. Aber immer mit Vorsicht: Wir als ZG wollen keine SportlerInnen auf dem schnellen Weg zu maximaler Leistung »verbrennen«, sondern langfristig für den Radsport gewinnen. Und es soll – nein, es muss – Spaß machen. Ohne den nämlich ist das alles nichts.