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Crossartig

Rund um das Waldhorn: Ein rundum gelungenes Cyclocross-Rennen, dessen Premiere in diesem Jahr von der Zweirad-Gemeinschaft veranstaltet wurde. Viel zu lange hatte der Radsportbezirk Kassel kein Querfeldeinrennen mehr gesehen. Besonders, wenn man berücksichtigt, dass der Hessische Radsportverband Cyclocross als wichtigsten Baustein in der Nachwuchsarbeit sieht. Und da gerade die Nachwuchsarbeit in der ZG Kassel einen großen Stellenwert hat, war dieses Rennen die logische Konsequenz.

Das Wetter an diesem Rennsamstag war ideal für die Cross-Gemeinde. Kühl und sonnig, dabei machen die Rennqualen gleich noch mehr Spaß. Ein kleines Manko: Durch den erst jetzt einsetzenden Herbst, bremste die nun aktuelle Erkältungswelle doch viele Fahrer und Fahrerinnen. Wer Husten und Schnupfen trotzte und an den Start ging, der freute sich über den Streckenverlauf, wie auch der souveräne Sieger der Eliteklasse der Männer, Niclas Zimmer von der RSG Gießen und Wieseck: »Endlich mal eine enge und technisch anspruchsvolle Cross-Strecke, wie gemacht für mich. Hat viel Spaß gemacht.« Bevor aber die Elite im letzten Rennen des Tages an den Start ging, tobten die Masters 3 und 4 sowie die U17 durch das kleine Waldstück in Hirschhagen.

In der U17 zeigte Jehu Hinder von der Radsportgemeinschaft Buchenau e.V. wie erwartet sein ganzes Können und jagte in Höchstgeschwindigkeit über den Kurs. Ihm auf den Fersen war überraschenderweise Maurice Gautier von der Zweirad-Gemeinschaft Kassel. Toller Sport auch von Daniel Gebhardt von der RSG Frankfurt 1890 als dritter der U17. Überhaupt RSG Frankfurt 1890: Gleich 9 Nachwuchsfahrer und eine -fahrerin fanden den langen Weg aus dem Süden nach Hirschhagen. Eine ganz starke Vorstellung. Ebenso stark die beiden Hobby-Fahrer der ZG in der U17: Philip Cander und Johann Vogt. Beide sind im nächsten Jahr mit Lizenz auf den Rennstrecken zu finden und werden sicher für Überraschungen gut sein.

Ebenfalls Klasseleistungen in den Mastersklassen 3 und 4. Jan Leutz vom FC St. Pauli dominierte die jüngere Klasse und kam nach einem tollen Rennen vor Holger Wiegmann von der ZG Kassel und Peter Brembs vom RV 1889 Schweinfurt ins Ziel. Aus Sicht der ZG Kassel noch besser: Jürgen Klingner. Er fuhr ein extrem starkes Rennen und holte den Sieg in der Masters 4 ein vor Andrzej Jopek vom RC 07 Fulda e.V. und Gerhard Hack von der RSG Frankfurt 1890. 

Wären da nicht Kimi Tjark Dauber vom RV 1904/27 Gießen Kleinlinden und Bennet Drewes von der Tuspo Weende in der U15 gewesen, die starke Mannschaft der RSG Frankfurt 1890 hätte wohl alle Plätze allein unter sich ausgemacht. So gewann Ferdinand Jung aus Frankfurt vor Kimi Tjark Dauber und Noah Mutig, ebenfalls aus Frankfurt. Eine Klasseleistung hier zeigte Jan Drescher von der ZG, der zwar als Hobby-Fahrer startete, aber schon jetzt zeigte, wie er im nächsten Jahr die Lizenzfahrer gehörig ärgern könnte. Sophie Schwiefert schließlich hatte den Mut nach langer Zwangspause anzutreten und machte es gut. Und noch einmal RSG Frankfurt 1890: Jannis Staab überzeugte mit toller Leistung als U13er.

Schließlich der gemeinsame Start der Frauen Elite und der Masters 2. Schnell konnte sich Mark Glauer vom SSV Bunstruth vom Feld absetzen und einen nie gefährdeten Sieg einfahren. Danach kam sein Vereinskollege Georg Golega ins Ziel und mit Abstand Rainer Jacob von der ZG Kassel. Eine spektakuläre Vorstellung der ganz besonderen Art zauberte Lena Bischoff-Stein vom Team Bertram & Römer auf den engen Kurs. Nicht nur, dass sie der starken Naima Madlen Diensner von der Tuspo Weende sowie der Dritten, Dana Skowrnowski vom RSC Sturmvogel Potsdam, nicht den Hauch einer Chance bot, sie überrolte auch das gesamte Herren-Feld. Nur der Sieger Mark Glauer wurde von ihr verschont. 

Das letzte Rennen an diesem Tag dann mit einer stark besetzt Männer Elite und einem einzigen Junior, Marc Lauf vom VC Darmstadt 1899, der dazu noch das Pech hatte, und mit technischem Defekt recht früh aufgeben musste. Bei der Elite aber war schon nach der ersten Runde klar, wer auch nach 50 Minuten die Nase vorn haben würde: Niclas Zimmer von der RSG Gießen und Wieseck folgten nur noch Max Feger von der Melsunger TG und René Hördemann vom KSV Baunatal. Was dann geschah, war Cross in Perfektion von Niclas Zimmer. Selbst in der letzten Runde noch übersprang er die beiden hohen Hindernisse im sogenannten »Bunny Hop« und zog unwiderstehlich Sekunde um Sekunde davon. Feger und Hördemann konnten zu keiner Zeit dagegenhalten, fuhren aber dennoch ein exzellentes Rennen und kamen mit viel Vorsprung als Zweiter und Dritter ins Ziel. Die Lokalmatadoren der ZG, Samuel Brachmann, Sebastian Cebula sowie Lukas Hüstebeck, zeigten ein engagiertes Rennen und durften sich zu Recht über die Leistung freuen. 

Das Fazit der ZG: Das Rennen hat uns jede Menge Spaß gemacht, und den allermeiste Aktiven wohl ebenso. Dank der vielen freiwilligen Helfer verteilte sich der Aufwand auf mehrere Schultern und war so gut zu bewältigen. Das können wir glatt im nächsten Jahr wiederholen. Nun aber ist es mit der vierundzwanzigsten Veranstaltung in diesem Jahr genug für unseren Verein. Zeit, sich zurückzulehnen und durchzuatmen. Bis 2019.

 

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