Kurz & knackig

Die Hessenmeisterschaft am Berg auf den 636 Meter hohen Eisenberg war wie im Vorjahr eine harte Prüfung bei extremer Hitze. Unsere U19-Fahrer/in Annika Peter, Leopold Freimuth und Jannik Meister nahmen diese mutig in Angriff. Dazu kam Sven Henkelmann in der Klasse Senioren 2. Bei Steigungsgraden bis zu 13 % waren auf 5 Kilometer Strecke immerhin insgesamt 360 Höhenmeter zu überwinden.

Annika Peter befindet sich nach überwundener Krankheit im deutlichen Aufwärtstrend und wurde Hessenbeste ihrer Altersklasse auf dem anspruchsvollen Kurs. Mangels anderer Fahrerinnen in ihrer Altersklasse musste sie in der Frauen-Eliteklasse starten und belegte dort den hervorragenden 8. Platz.

Die beiden U19 Fahrer Leopold und Jannik stürmten dem Gipfel regelrecht entgegen. Mit fast 20 km/h im Schnitt ging es bergauf. Lohn des Kraftakts: Platz 8 für Jannik und Platz 4 für Leopold, der mit 10 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten das Podium nur um Haaresbreite verpasste. Dazu war Sven Henkelmann bei den Senioren 2 am Start. Am Ende reichte seine Zeit für einen tollen 5. Platz.

Hervorragende Leistungen sämtlicher Teilnehmer/innen.

Eine neue Chance für die Gipfelstürmer ergibt sich beim Bergzeitfahren in Weyhers bei Fulda am 4.9. sowie bei der Bezirksmeisterschaft am Berg am 17.9. in Obermelsungen.

von Hans-Jürgen

PS: Auch der Autor dieser Zeilen schnappte sich vier Punkte und belegte Platz 9 in der Senioren 4-Konkurrenz! Alle Achtung.

Gegen den Wind

Bei der Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren der Junioren musste jeder Teilnehmer seine Karten aufdecken. Im Kampf “Mann gegen die Uhr” gibt es keinen Windschatten und kein Verstecken im Feld oder hinter Teamkollegen. Gian-Luca, Kalle und – als Ersatz für Johann – Garry Hetzke nahmen die Herausforderung an. Karol musste leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. Auf einer optimalen Strecke und bei bester Organisation der Veranstaltung konnten alle drei Teilnehmer in die Bundesligapunkte fahren. Von den über 200 Bundesligafahrern erhalten nämlich nur die ersten 80 auch Bundesligapunkte. Mit einem Durchschnitt von 41,59 km/h auf die 20 windanfälligen Kilometer war Gerry schließlich der schnellste Nordhesse und auch in Blau-Gelb die Nummer 1. Dicht gefolgt von Gian-Luca und Kalle. Eine exzellente Leistung sämtlicher Teilnehmer. 

Mit entsprechendem Zeitfahrmaterial (ein anderer hessischer Teilnehmer fuhr das Originalrad von Toni Martin von 2019) wären sicher noch bessere Zeiten und Platzierungen möglich gewesen. Bei der am 2.09. in Stadtallendorf stattfindenden Hessenmeisterschaft im Einzelzeitfahren werden wir erneut die Möglichkeit haben, uns mit den Landesverbandssportlern des Hessenkaders zu messen.

Mountainbike in Morschen

MTB? Machen wir auch gerne, es muss nur Wettbewerbe geben. Das war in unserer Region in den letzten Wochen ja fast ein Drama, mit gleich zwei abgesagten MTB-Rennen. In Morschen aber fand der 12. Ars Natura Marathon statt. Leo und Jannik hatten sich einiges vorgenommen. Besonders Leo wollte nicht nur Bester der U19, sondern schnellster über alle Klassen werden. Das Vorhaben platzte aber bereits am Start. Er hatte die Schuhe vergessen und musste somit die normalen Pedale von Janniks Rad abbauen, um mit Straßenschuhen zu fahren. Von dem für die 44 km Runde geplanten Hardtail lösten sich allerdings die Pedale nicht, weshalb er dann auf ein dickes Scott Enduro Bike wechseln musste. Die ganze Schrauberei fraß außerdem noch so viel Zeit, dass es mit Warmfahren und nach vorn stellen knapp wurde. Dann ging es wie immer mit Speed los und es riss, wie zu erwarten, eine Lücke zur Spitzengruppe. Auf der flachen Teerstrecke zu Beginn versuchten Jannik und Leo die Lücke noch zu schließen und waren auch am Start des Berges fast dran. Ab ging’s also durch die abgeschlagenen Fahrer nach vorn. Als es dann in den ersten Trail des Tages ging, merkte Leo „das stimmt was nicht“. Er hatte ungefähr 3,5 Bar in den Reifen, fuhr wie ein Flummi und wurde entsprechend ganz schnell wieder überholt. Das Ganze zog sich dann bis zum Ende weiter hin: Leo überholte am Berg und wurde in der Abfahrt überholt, da einfach die Traktion fehlte. 

Zwar langte es zum Sieg in der Altersklasse, insgesamt war es aber „nur“ Platz 9 mit insgesamt 1:50 Stunde. 10 Minuten später rauschte auch Jannik als Zweiter ins Ziel, der noch mal kurz den Schotter küsste. Exzellent.

Und die beiden waren nicht die einzigen in Blau und Gelb. Sehr schön erneut Gustav. Er macht sich in der U13 nicht nur auf der Straße immer besser. Nach einem tollen ersten Rennteil über 22 Kilometer lag er direkt hinter dem späteren Sieger Malte Ruppel vom SSV Bunstruth. Dann ein Reifenplatzer und aus war es mit einem potenziellen Sieg. Aber klasse gemacht und so können wir auch im MTB-Nachwuchsbereich zeigen, dass die ZG auch in diesem Metier vorne mitspielen möchte. Schade übrigens, dass Niklas in der U15 an diesem Tag nicht konnte, das wäre auch was für ihn gewesen. Ganz tolle Show von unseren Gravel-Jungs. Platz 2 für Tobias und Platz 3 für Marius auf den 44 Gravelkilometern. Und nur ein gutes Minütchen Rückstand. Platz 9 schließlich für Fabian Hilbich – Daumen hoch. Und noch Holger über die 66 Kilometer in der Klasse Masters 3. Ab aufs Podium mit ihm, Platz 3. 

Gratulation an alle. 

Flott im Harz

Unsere Nachwuchsfahrer waren in Wernigerode sehr erfolgreich. Selbst in den Nachwuchsklassen waren Teilnehmerfelder im zweistelligen Bereich am Start – heutzutage sehr selten. Umso mehr freuen wir uns, dass Niklas Meyerrose einen guten 4. Platz in der U15 einfahren konnte. In seinem Rennen hatten drei Sportler des Leipziger Vereins Markkleeberg das Rennen komplett dominiert und waren im Stile eines Mannschaftszeitfahrens am Schluss alle auf dem Podium. Da hätte man ja wohl ein kleines Treppchen für Niklas als echten Einzelfahrer noch neben das Podium stellen können. 😄 Prima auch Gustav Grebe. Er belegte in der U13 in seinem zweiten Rennen überhaupt mit einem fulminanten Schlussspurt einen hervorragenden 6. Platz.

Die U19 Fahrer Leopold Freimuth und Jannik Meister starteten mit ihren Altersgenossen im gemeinsamen Feld mit den Amateuren – also zwei Klassen höher angesiedelt als ihre eigene Klasse. Auf dem langsam wieder abtrocknenden Kurs waren Steuerkünste und kräftige Antritte nach den Kurven gefragt. Dem Feld waren früh zwei Fahrer enteilt, unter anderem der MT-Fahrer Christian Plessing, sodass das Feld um die verbleibenden Punkte spurtete. Mit mannschaftsdienlicher Taktik belegten Leopold schließlich den 4. und Jannik den 5. Platz in ihrer Altersklasse.

Gratulation an alle Teilnehmer.

Bei allen konnte man feststellen, dass jedes Rennen neue Erfahrungen und Erkenntnisse bringt. Und das beste Training sind Rennen ohnehin. Weiter so!

Hans-Jürgen

PS: Der Coach selbst schrammte in einem großen Feld der Masters 4 mit Platz 14 knapp an den Punkten vorbei. Sehr ordentlich!

DM Straße U19

Die in Elxleben bei Erfurt durchgeführte DM fand auf einem anspruchsvollen Rundkurs von 10 km Länge statt. In jeder der 11 Runden waren rd. 160 Höhenmeter zu bewältigen.

Das Rennen nahmen bei hochsommerlichen Temperaturen in der U19 Jannik, Kalle, Karol und Leopold in Angriff. Das Rennen wurde von Anbeginn von einem Duo dominiert, das seinen Vorsprung von Runde zu Runde ausbaute. Wie man hört, soll der letztliche Sieger Emil Herzog bereits einen Profivertrag bei bora in der Tasche haben. Leider nahm der Wettfachausschuss konsequent sämtliche Fahrer aus dem Wettbewerb, die einen gewissen Rückstand auf das Führungsduo hatten, sodass am Ende nur 37 Fahrer des 200 Fahrer großen Starterfelds durchs Ziel fuhren. Jannik und Kalle waren nach überstandener Krankheit noch nicht auf ihrem alten Leistungsniveau – Karol und Leopold ereilten im Rennen Magen- bzw. Muskelkrämpfe und wurden damit ebenfalls Opfer der gnadenlosen Jury.

Dennoch hatten alle großen Spaß, haben Kämpfergeist gezeigt und die anwesenden Funktionäre des Hessischen Radsportverbands auf sich aufmerksam gemacht. Die Zusammenarbeit mit dem HRV war zudem perfekt. Aus der Veranstaltung haben alle hilfreiche Erkenntnisse gezogen und werden diese bei den anstehenden Wettbewerben sicher versuchen umzusetzen.

Hans-Jürgen

Bilder GP Kassel 2022